Am Sonntagabend, dem 7. September 2025 findet eine totale Mondfinsternis statt, die zu großen Teilen von Deutschland aus beobachtet werden kann. Der Mond geht dabei bereits verfinstert auf. Die Totalität und anschließende partielle Phase können bei fortschreitender Dämmerung beobachtet werden, sobald der Mond über dem Horizont auftaucht.
Der Eintritt in den Kernschatten der Erde findet um 18:27 Uhr statt. Zu diesem Zeitpunkt ist die Sonne allerdings noch nicht unter- und der volle Mond noch nicht aufgegangen. Die partielle Phase zu Beginn der Finsternis, bei der der Mond sich im Halbschatten der Erde befindet, können wir nicht beobachten. Um 19:31 Uhr beginnt die Totalität, bei der der Mond komplett verfinstert ist. Zu diesem Zeitpunkt ist der Mond allerdings nur in Teilen Österreichs und im äußersten Osten Deutschlands bei Görlitz bereits aufgegangen. Für den Großteil Deutschlands und die Schweiz ist die Finsternis erst nach Beginn der Totalität sichtbar, wobei sich Beobachter*innen sich umso länger gedulden müssen, je weiter westlich sie sich befinden.
In Nürnberg geht der Mond erst um 19:47 Uhr auf, diese Angabe bezieht sich allerdings auf einen ebenen Horizont in Richtung Ostsüdost. Bei einem Beobachtungspunkt in der Stadt versperren Häuser und Bäume den Blick auf den Mond, wodurch sich der „wahre“ Aufgangszeitpunkt nach hinten verschieben wird. Hinzu kommt, dass der verfinsterte Mond aufgrund der verringerten Helligkeit unmittelbar über dem Horizont am hellen Dämmerungshimmel voraussichtlich nur mit Ferngläsern oder Teleskopen zu sehen sein wird. Bis zum Ende der Totalität um 20:53 Uhr hat er allerdings mehr genug Zeit, um höher über den Horizont zu steigen und auch für das bloße Auge sichtbar aus dem Dunst aufzutauchen. Ab dann bietet es sich an, den rötlich verfärbten Mond mit ansprechendem Vordergrundmotiv auch fotografisch einzufangen. Eine Handykamera kann dabei schon gute Dienste leisten, bei fortschreitender Dämmerung sind allerdings längere Belichtungszeiten erforderlich.

Wie stark der Mond bei dieser Finsternis verdunkelt erscheint und welchen Farbton er annimmt, wird stark von den Gegebenheiten vor Ort und dem Zeitpunkt der Beobachtung abhängen. Zusätzlich zu globalen Effekten, zum Beispiel durch Partikel von Vulkanausbrüchen oder Saharastaub in der Erdatmosphäre, beeinflussen durch landwirtschaftliche Aktivitäten aufgewirbelter Staub und Schadstoffe aus Industrie- und Autoabgasen in der Luft die Lichtdurchlässigkeit der Atmosphäre in Horizontnähe. Mögliche Farben sind ein dunkles Grau, Braun, Kupfer und ein tiefes Rot.
Nach dem Ende der Totalität kann man bei zunehmender Dunkelheit bis 21:56 Uhr können Sie dann die partielle Phase zum Ende der Finsternis verfolgen, bei der der Mond den Kernschatten der Erde wieder verlässt – ein klarer Himmel natürlich immer vorausgesetzt. Wir empfehlen, zur Beobachtung der Finsternis einen Ort mit möglichst freier Horizontsicht aufzusuchen.
Mondfinsternisbegeisterte müssen sich dann wieder gedulden, denn die nächste totale Mondfinsternis, die am 6. März 2026 stattfindet, ist von Europa aus leider nicht sichtbar. Die nächste vom deutschen Sprachraum aus gut sichtbare totale Mondfinsternis findet erst am Vorabend des Jahreswechsels 2028/29 in den Abendstunden des 31. Dezember 2028 statt.




